Drei Modelle, ein Aufbau
Alle drei Betten sind vom Designer Jochen Flacke entworfen und teilen dieselbe Konstruktion: Wildeiche massiv mit 40 mm starken Seitenteilen, auf Gehrung gearbeitet und mit soften Radien gebrochen, dazu ein schwarz pulverbeschichteter Metallrahmen. Unterschiedlich ist nur das Kopfteil – und genau daran entscheidet sich der Charakter.
| Modell | Kopfteil | Wirkung |
|---|---|---|
| Paula | Massives Paneel im schwarzen Rahmen | Die klarste Linie, passt auch in kleinere Schlafzimmer. Das günstigste der drei. |
| Vela | Schmale Massivholz-Lamellen | Trägt kaum auf, mit dimmbarer indirekter Beleuchtung und zwei Sendern. |
| Zora | Geometrisches Muster, aus dem Holz gearbeitet | Das aufwändigste Stück, dazu schwebende Nachtkonsolen mit Innengehrung. |
Was kostet was
| Ausführung | Preis |
|---|---|
| Bett 180 × 200 cm | 2.259 € |
| Nachtkonsole, je Stück | 420 € |
| Indirekte Beleuchtung | 248 € |
| Rahmen in RAL-Farbe | + 280 € |
Ein Bett mit zwei Nachtkonsolen und Beleuchtung liegt damit bei rund 3.350 € – das ist der Preis, den du auf den Bildern siehst.
Die Einlegetiefe – der Punkt, an dem viele Betten scheitern
Moderne Matratzen sind hoch. 22 bis 28 cm sind normal, mit Topper kommen schnell 30 cm zusammen. Bei vielen Betten verschwindet das Kopfteil dann hinter der Matratze und die Seitenteile wirken zu niedrig. Unsere Betten haben deshalb eine Einlegetiefe, die auf hohe Matratzen ausgelegt ist – die Proportion stimmt auch dann noch.
Mit misst du das nach: Von der Oberkante Seitenteil bis zur Auflagefläche des Lattenrosts. Dieser Wert plus Matratzenhöhe ergibt, wie weit die Matratze oben steht.
Rahmenfarbe: Schwarz oder RAL
Serienmäßig ist der Metallrahmen schwarz pulverbeschichtet. Auf Wunsch gibt es ihn in zehn RAL-Farben gegen 280 € Aufpreis. Das lohnt sich vor allem, wenn im Raum schon eine Farbe gesetzt ist – etwa bei Einbauschränken oder einer farbigen Wand.
Wildeiche rustikal, 40 mm stark, hell lackiert. Die lackierte Oberfläche ist im Schlafzimmer die praktischere Wahl: unempfindlich gegen Cremes und Staub, einfach abzuwischen. Mehr zum Material steht im Ratgeber Massivholz.
Nachtkonsolen: schwebend statt stehend
Die Konsolen werden am Bett befestigt, nicht auf den Boden gestellt. Das hat zwei Vorteile: Der Boden lässt sich darunter durchwischen, und der Raum wirkt leichter. Bei Zora sind sie auf Innengehrung gearbeitet und haben einen Schubkasten.
Was du vor dem Kauf klären solltest
- Matratzenhöhe inklusive Topper messen – davon hängt die Optik ab.
- Platz links und rechts: mindestens 60 cm zum Aussteigen, mit Nachtkonsole entsprechend mehr.
- Soll Licht ins Kopfteil? Die Beleuchtung lässt sich nicht ohne Weiteres nachrüsten.
- Lattenrost und Matratze bringst du mit oder kaufst du separat – beides ist nicht im Preis enthalten.
Massivholz oder Polsterbett?
Ein Polsterbett wirkt im ersten Moment gemütlicher und ist meist günstiger. Nach fünf Jahren sieht die Rechnung anders aus: Der Bezug ist durchgesessen, oft verfärbt, und reparieren lässt sich daran wenig. Ein Massivholzbett kannst du abschleifen und neu behandeln – es ist am Ende das Möbel, das du weitergibst statt es zu entsorgen.
Der zweite Punkt ist das Raumklima: Holz nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie ab. Im Schlafzimmer, wo pro Nacht ein halber Liter Feuchtigkeit anfällt, ist das kein Nachteil.
Platz richtig planen
Ein 180 × 200 cm Bett braucht mit Seitenteilen rund 190 cm Breite. Rechne links und rechts mindestens 60 cm zum Aussteigen, bei Nachtkonsolen entsprechend mehr, und am Fußende 70 cm, damit man vorbeikommt. Unter 3,20 m Raumbreite wird es mit beidseitigem Zugang eng – dann ist Paula mit dem schlichteren Kopfteil die bessere Wahl, weil das Bett optisch weniger Raum nimmt.
Pflege
Die lackierte Oberfläche braucht nur ein feuchtes Tuch, keine Politur und kein Öl. Wichtiger ist die Mechanik: Zieh die Verschraubungen der Seitenteile nach dem ersten halben Jahr einmal nach, danach etwa jährlich. Massivholz arbeitet, und ein festgezogener Rahmen knarzt nicht.
