Sitztiefe: der Wert, der über Bequemlichkeit entscheidet
Nicht die Gesamttiefe eines Sofas sagt, wie es sitzt, sondern die Sitztiefe – also der nutzbare Teil vor der Rückenlehne. Unsere Serien reichen von 65 bis 85 cm, und das sind zwei völlig verschiedene Möbel.
| Sitztiefe | Wofür |
|---|---|
| 65 cm | Aufrechtes Sitzen, Füße am Boden. Gut für kleinere Räume und alle, die abends nicht liegen wollen. Bei uns Sali und Pesa. |
| 70 bis 77 cm | Der Mittelweg: sitzen und anlehnen, bei Bedarf die Beine hochnehmen. Hemi, Delu, Murello, Puro. |
| 85 cm | Liegesofa. Man sitzt hier nicht mehr klassisch, man lässt sich hineinfallen. Modero und Monza. |
Dazu die Sitzhöhe, die im Laden oft übersehen wird: 40 bis 42 cm sind normal, 48 cm wie bei der Serie Free sind hoch – das erleichtert das Aufstehen deutlich. Wer Probleme mit Knien oder Rücken hat, sollte darauf mehr achten als auf die Optik.
Was innen drin ist
Der Aufbau entscheidet, ob ein Sofa nach fünf Jahren noch sitzt wie am ersten Tag. Bei uns ist das eine Frage der Konstruktion, nicht der Ausstattungsliste:
Rahmen aus vollmassiver Buche
Die komplette Innenkonstruktion unserer Sofas besteht aus vollmassiver Buche – kein Kiefern-, Fichten- oder Tannenholz, wie es bei günstigeren Polstermöbeln üblich ist. Das merkt man am Gewicht: Die Module stehen von allein. Man kann sie umstellen, ohne sie mit den sonst üblichen Krokodilverbindern zu koppeln, und sie verrutschen beim Hinsetzen nicht.
Tonnentaschenfederkern
Einzeln eingenähte Federn im Sitzkissen, abgedeckt mit Textilvlies, Schaum mit 35 kg/m³ Raumgewicht und Wattevlies. Punktelastisch, das heißt: Die Federn geben nur dort nach, wo Last liegt. Das ist der Aufbau, den man aus der Hotellerie kennt – und der Grund, warum solche Sofas auch nach Jahren keine Kuhle bekommen.
Wellenunterfederung mit Schaumauflage
Stahl-Wellenfedern tragen die Sitzfläche, darüber liegt fest markierter PUR-Schaum mit 35 kg/m³ Raumgewicht. Strafferer, etwas direkterer Sitzeindruck. Diesen Aufbau hat bei uns die Serie Sali - alle anderen Serien haben den Tonnentaschenfederkern.
Fester oder loser Rücken
Ein fester Rücken aus geformtem Schaum ab RG 25 bleibt immer in Form und braucht keine Pflege. Lose Rückenkissen sind gemütlicher und lassen sich in die Ecke drücken – aber sie müssen regelmäßig aufgeschüttelt werden, sonst sieht das Sofa nach kurzer Zeit müde aus. Das ist keine Qualitätsfrage, sondern eine Typfrage.
Der Aufbau ist auf Objektniveau kalkuliert – vollmassive Buche in der gesamten Innenkonstruktion, Tonnentaschenfederkern in allen Serien außer Sali, darüber Schaum mit 35 kg/m³ Raumgewicht. Dieselbe Qualität wird im Hotel- und Gastronomiegewerbe eingesetzt. Das sieht man einem Sofa im Laden nicht an, aber man merkt es nach dem dritten Jahr.
Der richtige Bezugsstoff
Über 150 Stoffe stehen zur Wahl. Die Entscheidung hängt weniger am Preis als am Haushalt: Flachgewebe und robuste Strukturstoffe verzeihen Kinder und Hunde am ehesten, Chenille und feine Velours sind weicher, zeigen aber schneller Sitzspuren. Wer viel auf dem Sofa liegt, sollte auf die Scheuerfestigkeit achten – die sagen wir dir zu jedem Stoff.
Zwei Werte stehen bei uns fest: Kein Bezug liegt unter 60.000 Scheuertouren, die meisten zwischen 60.000 und 100.000. Ab 40.000 gilt ein Stoff im Objektbereich als tauglich – 60.000 ist also reichlich. Lichtechtheit und Pillingnote liegen bei allen Stoffen zwischen 4 und 5 und damit im oberen Bereich der fünfstufigen Skala. Deshalb gibt es bei uns keinen Bezug, von dem wir abraten müssten.
Muster lassen sich schlecht am Bildschirm beurteilen. Wir legen dir im Outlet die in Frage kommenden Bezüge nebeneinander – das dauert zehn Minuten und erspart die falsche Entscheidung.
Module statt Modell: den Raum planen, nicht das Sofa
Unsere neun Serien bestehen aus rund 250 Einzeltypen – Ecken, Longchairs, Hocker, Abschlussteile, Elemente mit und ohne Armlehne. Du kaufst also keine fertige Garnitur, sondern stellst die Landschaft zusammen, die in deinen Raum passt. Bei Puro und Murello lassen sich die Module sogar frei im Raum stellen, auch ohne Wand im Rücken.
Drei Maße solltest du dabei im Kopf haben: die Gesamttiefe (bei uns 100 bis 125 cm), der Laufweg davor – mindestens 80 cm – und die Ecke, an der das Sofa in den Raum ragt. Ein Longchair mit 125 cm Tiefe schneidet einen Raum optisch anders als ein 100 cm tiefer Zweisitzer.
Armlehne: 20 bis 28 cm entscheiden mit
Die Breite der Armlehne geht direkt von der Sitzfläche ab. Bei gleicher Gesamtbreite bekommst du mit einer 20 cm schmalen Armlehne deutlich mehr Sitzfläche als mit einer 28 cm breiten. Wer knapp plant, sollte hier rechnen statt schätzen.
Lieferzeit und Preis
25 bis 30 Tage Produktionszeit, auch für individuell konfigurierte Sofas – im Möbelhandel sind 9 bis 15 Wochen üblich. Einen Grundpreis nennen wir bewusst nicht, weil jede Zusammenstellung anders ist. Im Konfigurator stellst du dein Sofa zusammen und schickst die Anfrage ab, dann bekommst du den Preis für genau diese Kombination.
Kurz zusammengefasst
- Sitztiefe zuerst klären: 65 cm sitzen, 85 cm liegen.
- Sitzhöhe prüfen, wenn Aufstehen ein Thema ist – 40 bis 48 cm ist die Spanne.
- Tonnentaschenfederkern für dauerhafte Form, Wellenfeder mit Schaum für strafferes Sitzen.
- Lose Rückenkissen nur, wenn du bereit bist, sie aufzuschütteln.
- Module nach Raum planen, Armlehnenbreite einrechnen.
